Geschichte

Anton Weber (geb.12.11.1825), jüngster Sohn von Johann Weber - Werksführer der Glasfabrik von Hevalz in Böhmen - übersiedelt ca.1845 von Loschwitz bei Dresden mit seiner Familie nach Steinbach bei Schrems im Waldviertel und ist dort selbständig als Glasschleifer tätig. 1858 kommt sein jüngster Sohn Julius zur Welt. In diesem Jahr findet auch die Übersiedlung von Steinbach nach Angelbach bei Harmanschlag statt. Dort erwirbt er ein Haus, in dem noch bis vor kurzer Zeit sein Urenkel Emmerich Weber als Glasschleifer tätig war. Im Jahre 1910 kauft Julius Weber, inzwischen verheiratet mit Elisabeth, geb.Mayrhofer aus Angelbach, und Vater von 5 Söhnen, das Haus Hirschenwies Nr.53. Dieses Haus befand sich auf dem gleichen Standort wie heute unser Betrieb und war im Jahre 1838 durch Leopold Gattus, dem Großvater von Sophie Weber (Frau von Leopold Weber) erbaut worden. Bereits ab diesem Zeitpunkt wurde in diesem Haus eine Glasschleiferei betrieben. 2 Jahre nach der Übersiedlung, 1912, stirbt Julius Weber. Die vier älteren Söhne ziehen weg und erlernen in umliegenden Betrieben Glasschleifen oder -gravieren. Später zieht es einen nach Karlsbad wo er als Graveur arbeitet, zwei Söhne gehen nach Nagelberg zur Firma Stölzle.

Nur der jüngste Sohn, Leopold geb.1904, bleibt im Elternhaus. Beim Tod seines Vaters ist er erst 8 Jahre alt und so erlernt auch er das Glasschleifen bei umliegenden Betrieben und arbeitet dann für einige Zeit in Wien. Nach dem 2.Weltkrieg gründet er einen eigenen Betrieb. Die Auftragslage ist ab ca.1955 so gut, dass er weitere Mitarbeiter aufnehmen kann. Im Jahre 1955 eröffnet Leopold Webers Frau Sophie eine kleine Gastwirtschaft.

1957 beginnt Sohn Erwin mit der Lehre und ist schon bald eine große Hilfe für seinen Vater. Nach der Übernahme des Betriebes im Jahre 1970 baut er die Firma zu einem modernen Glasveredelungsbetrieb aus. Auch der Gasthofbetrieb wird ab 1976 neu aufgebaut und in den darauffolgenden Jahren immer wieder erweitert und ausgebaut. Der 3-Sterne Betrieb ist von Frühling bis Herbst bzw. während der Weihnachtsfeiertage geöffnet und stellt mit komfortabel eingerichteten Zimmern (Bad, WC, Balkon, Farb-TV und Telefon) und den gemütlichen Speiseräumen einen modernen Beherbergungsbetrieb dar. Die Lieferung eines Staatsgeschenkes, welches Bundeskanzler Julius Raab der englischen Königin Elizabeth II. überreichte, machte den Glaskunstbetrieb Weber weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aber nicht nur in der Vergangenheit, auch heute finden Produkte der Firma Weber als Regierungspräsente Verwendung. So wurden in der jüngeren Vergangenheit von der NÖ-Landesregierung in Auftrag gegebene Prunkstücke (geschliffene Vasen mit Wappengravur) an den Fürst von Liechtenstein, den Spanischen König Juan Carlos und der niederländischen Königin Beatrix überreicht.

1985 trat Erwin Weber jun. (Absolvent der Glasfachschule in Kramsach/Tirol) in den Betrieb ein und legte 1988 die Meisterprüfung erfolgreich ab. 1991 wurden in Zwettl und 1995 in Weitra  weitere Verkaufsfilialen eröffnet.Edelsteinschmuck aus eigener Erzeugung wurde ebenfalls zu einem wesentlichen Teil des Angebotes. 2003 wurden die Schauräume im Stammbetrieb Hirschenwies erweitert und umstrukturiert. Die Produktlinie wurde dem Zeitgeschmack angepasst und die Entwicklung eines umfassenden Glastrophäenangebotes wurden von den Kunden sehr gut angenommen.
Durch neue Designs und innovative Produktlinien gelang es in den letzten 100 Jahren am Markt zu bestehen und das Unternehmen blickt auch hinkünftig auf eine hoffnungsvolle Zukunft.